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Erzeugen die am Large Hadron Collider kollidierenden Protonen ein Geräusch?

Während die riesigen Maschinen, in denen die Experimente vonstatten gehen viel Lärm erzeugen, tun es die eigentlichen Partikel nicht: Deren Kollisionen erfolgen nämlich im Vakuum – und wo keine Luft ist, kann sich auch kein Schall ausbreiten.


Trotz der Absenz von Geräuschen ist das, was dort passiert unglaublich:


LHC Atlas Experiment 20190821

Im Large Hadron Collider (LHC) am CERN im schweizerischen Genf loten über 3000 Wissenschaftler aus aller Welt die Grenzen der Technik aus, suchen Antworten auf grundlegende Fragen und versuchen herauszufinden, was die Basis unseres Universums ist und woraus es besteht?


Im sogenannten ATLAS-Experiment werden 120 Milliarden Protonen aus Wasserstoff extrahiert und zu 30 cm langen Päckchen geformt. Diese Pakete werden gleichzeitig im und gegen den Uhrzeigersinn in einem 27 km langen ringförmigen Rohr mit einem Durchmesser von 5 cm auf annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Diese Hochvakuum-Röhre befindet sich 100 Meter unter der Erde, bei einer Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt. Die Pakete treffen sich im Messbereich mehr als 11‘000 Mal pro Sekunde, dennoch treten bei jedem Durchgang nur etwa 30 Protonenkollisionen auf.


 Vergleichend wird gesagt, dass eine Kollision so wahrscheinlich ist wie wenn sich zwei hauchdünne Pfeile, die von Bögen im Abstand von 10 km abgeschossen werden, in der Mitte treffen.


Mehr über die Messergebnisse der Kollisionen erfahren Sie hier:

CERN Website - facts and figures

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